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Digitalisierung: Heute Kür, Morgen Pflicht

Von Markus Laesser, Director Operational Excellence

Digitalisierung ist ein Wettbewerbsvorteil. Heute zahlen Kunden dafür, in zwei bis drei Jahren dürfte dies anders sein: Digitale Prozesse und Dienstleistungen werden vorausgesetzt, um überhaupt ins Geschäft zu kommen. CGS unterstützt ihre Portfoliogesellschaften deshalb mit einem eigenen Digitalisierungsprogramm, um im Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein. Die Vorteile für Kunde und Anbieter zeigt das Beispiel des Laserspezialisten InnoLas Solutions, ein Unternehmen der Photonics Systems Group.

Die CGS-Digitalisierungsinitiative ist ein grösstenteils standardisiertes Vorgehen, das den Portfoliogesellschaften hilft, Applikationen für die Produktion 4.0 einzuführen. Voraussetzung dafür ist die Digitalisierung der Maschinen. Darauf bauen die Dienstleistungen für den Kunden auf, wie zum Beispiel die Echtzeit-Datenanalyse ihrer Anlagen, um eine hohe Gesamtanlageneffizienz (OEE, Overall Equipment Efficiency) sicherzustellen. Mit vorbeugender und vorausschauender Wartung werden geplante Maschinenstillstände verkürzt und ungeplante verhindert. Insbesondere Letztere sind teuer und machen den Produktionsprozess ineffizient und unberechenbar. Zur Wartung oder Fehlerbehebung können Virtual-Reality-Brillen eingesetzt werden, um den Kunden aus der Ferne zu unterstützen. 

Kundennutzen im Zentrum

CGS fördert interne und externe Initiativen bei den Portfoliogesellschaften, um den Kunden innovative und technologisch hochstehende Lösungen anbieten zu können. Im Vordergrund steht dabei immer der Nutzen für den Kunden. CGS setzt standardmässig auf die industrielle Service-Plattform Equipment-Cloud, kurz EQCloud, über die der Kunde auf sämtliche Daten seiner Maschinen zugreifen kann. Für die CGS-Portfoliogesellschaften bietet die Plattform den grossen Vorteil, dass sie Ressourcen und Know-how gemeinsam nutzen können.

Ein typisches Beispiel für den Digitalisierungsprozess und welchen konkreten Nutzen er Kunden bringen kann, ist InnoLas und ihre Zusammenarbeit mit einem deutschen Technologiekonzern mit mehr als EUR 20 Milliarden Umsatz.

Zwei Jahre Vorlaufzeit

Rund zwei Jahre benötigte InnoLas Solutiuons, um ihre internen Prozesse zu digitalisieren und grösstenteils in der Cloud abzubilden – ein Muss, um extern digitale Dienstleistungen anbieten zu können. Die Maschinen sind bereits seit mehr als 15 Jahren mit Datenbanken ausgerüstet, die sämtliche Zustände und Sensorsignale aufzeichnen.

Zusätzliche Wertschöpfung

Mit der Anbindung der neuen Maschinen an die EQ- Cloud kann der erwähnte Technologiekonzern sowohl die InnoLas Solutions-Maschinen als auch damit verbundene Systeme aus der Ferne beobachten und steuern. Via Smartphone-App hat er die Möglichkeit, Leistung und Status der einzelnen Maschinen einzusehen. Bei einem Stillstand oder Fehlern erhält der Kunde eine Nachricht und kann direkt mit dem Service von InnoLas in Kontakt treten und all- fällige Massnahmen ergreifen. Während des Service wird er automatisch mit Statusupdates versorgt.
Im Falle des Technologiekonzerns wurde die Stillstandzeit der Anlage wesentlich verkürzt und ihre OEE von 95,4% auf 98,1% erhöht. Dies entspricht einer zusätzlichen Wertschöpfung von rund EUR 200 000 pro Jahr.

mehr auf www.innolas-solutions.de

Beispiele für digitalisierte Projekte, die CGS in den Portfoliogesellschaften fördert.

 

InnoLas Solutions steht für innovative Lasertechnologien, kundenspezifische Anlagen- und Prozesslösungen sowie höchste Qualität und Produktivität. Spezialisiert auf den Bereich der Mikromaterialbearbeitung, entwickelt und produziert InnoLas Solutions hochpräzise Laseranwendungen für Kunden aus den Industrien Photovoltaik, Elektronik sowie Halbleiter. Das Unternehmen blickt auf über 25 Jahre Erfahrung in der Lasertechnologie zurück und ging 2013 durch Abspaltung der Geschäfts-bereiche Photovoltaik und Elektronik aus der ehemali-gen InnoLas Systems hervor. Seit Mai 2018 gehört die InnoLas Solutions zur Photonics Systems Group, Marktführer für Laseranlagen für die Mikromaterialbearbeitung.

Digitalisierung: Heute Kür, Morgen Pflicht
Markus Laesser
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